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(Österreichische Texte zur Gesellschaftskritik ; Band 60)
Gegründet wird die Zweite Republik schon vor den letzten Massenmorden in Mauthausen. Dann wächst die Wirtschaft mit amerikanischer Hilfe, im Koreaboom ist der Stahl aus Linz gut abzusetzen. In der längsten Weltkonjunktur des Jahrhunderts wird Österreich ein wohlhabendes Land. Wachstum kostet: moralisch, ökologisch, politisch. Künstler/innen und Intellektuelle registrieren die Wachstumskosten seismographisch. 1968 kumuliert ihr Protest in einer aktionistischen >Kulturrevolutiom Mit den sozialliberalen Reformen unter Kreisky modernisiert sich die Gesellschaft. Mitte der 1970er Jahre endet die Hochkonjunktur. Sozialdemokratische Keynesianer schieben die Folgen der Krise hinaus. 1983 scheitert Kreisky mit seinem Mallorca Paket. Nach dem Zwischenspiel der Kleinen Koalition macht sich Mitte der 1980er Jahre eine Sanierungspartnerschaft auf den Weg in die EU: weniger Staat, mehr Konkurrenz, mehr Arbeitslose. Mit dem Arbeitsmarkt spaltet sich auch die Gesellschaft. >Grundsäulen< des politischen Systems geraten ins Wanken. Rechter Populismus bestimmt die Politik. Heute, im 50. Jahr der Republik, herrscht keine festliche Stimmung im Land. 50 Autor/inn/en suchen Antworten auf die Frage: Was haben Wirtschaft und Alltag, Politik und Kultur, neue Armut und rechter Populismus miteinander zu tun?
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Status dostępności:
Biblioteka Austriacka
Są egzemplarze dostępne do wypożyczenia: sygn. A 4994 (1 egz.)
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