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"Z.Z." das ist die Zwischenzeit : Ein Protokoll / Albert Drach. - St. Pölten ; Salzburg : Residenz Verlag, 2002. - 347 stron ; 21 cm.
(Landvermessung ; Band 5)
»Z. Z.« das ist die Zwischenzeit, die Zeit zwischen Dollfuß' Ermordung 1935 und dem »Anschluß« Österreichs an das Deutsche Reich 1938. Für den Sohn - einen anderen Namen erhält er im ganzen Buch nicht - ist es eine politische wie private Übergangszeit, zwischen dem Tod des Vaters und der Flucht vor den Nazis nach Triest, die Vorgeschichte seiner Unsentimentalen Reise. In »Z.Z.« das ist die Zwischenzeit schreibt Albert Drach Protokoll gegen sich selbst. Wie er mit dem Verlust des Vaters umgeht, wie er - trotz mancherlei amouröser Abenteuer - die Frauen, die er liebt, nie bekommt, wie er schließlich die Mutter hilflos in Mödling zurückläßt, um das eigene Leben zu retten. Am Schicksal des Sohnes, das sein eigenes ist, zeigt Drach die allmähliche Ent-mündigung, Demütigung, Denunzia-tion und Beraubung der Juden. Das Pro-tokoll berichtet jedoch nicht nur über das Unrecht, das in dieser Zeit geschieht, sondern enthüllt auch den Skandal, daß kein Gott und kein Mensch dagegen ein-schreitet. Der Schriftsteller Albert Drach be-gegnet diesem heillosen Zustand der Welt weder mit Resignation noch mit er-hobenem Zeigefinger, sondern mit dem ihm eigenen zynischen Humor, der seine Sprache und seinen Stil so unver-wechselbar macht. Er beschreibt sein Leben als politische und private Zufallskomödie und verletzt damit ein Tabu. Über die grotesken beruflichen und privaten Abenteuer dieses jungen Rechtsanwaltes soll und darf gelacht werden. Denn Drachs Humor verharmlost nicht, sondern setzt Erkenntnis frei: auf komische Weise beschreibt er das Böse in all seinen Schattierungen. Albert Drach, Jahrgang 1902, ist pro-movierter Jurist und Rechtsanwalt und lebt in Mödling bei Wien. Nach dem »Anschluß« Österreichs flüchtete er vor der Gestapo über Jugoslawien nach Paris, später nach Nizza. Durch einen Trick entkam er aus dem Auffanglager Rives Altes. Die Umstände seiner Flucht hat er in verschlüsselter Form in dem autobiographischen Roman Un-sentimentale Reise beschrieben. Erst 1947 kehrte er nach langen Jahren des Exils in seine Mödlinger Anwaltskanz-lei zurück. Für sein umfangreiches literarisches Werk, das Prosa, Dramen und Gedichte umfaßt, wurde Albert Drach neben zahlreichen anderen Literaturpreisen 1988 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.
Status dostępności:
Biblioteka Austriacka
Są egzemplarze dostępne do wypożyczenia: sygn. A 7227 (1 egz.)
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