338153
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(Österreichische Bibliothek ; 7)
Das Werk der Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) ist oft mißverstanden worden. Man glaubte in ihrer Prosa ein naives, genüßliches Behagen an Stoffen aus der ländlichen Welt Altösterreichs bemerken zu müssen und ein Ausspielen von Schicksalsfügungen zum Zwecke poetischer Wirkung. Freilich ging es ihr gerade um die leidenschaftliche Anteilnahme am Geschick ihrer gequälten Mitmenschen. Sie brachte jene Landleute ihrer mährischen Heimat in die Lite-ratur, die noch in fast feudaler Abhängigkeit lebten, und es war außer einer literarischen auch eine außerordentliche so-ziale Leistung, die nur gegen Widerstände und unter persönlichen Opfern zu erbringen war, wie ihr kaum bekanntes Drama »Das Waldfräulein« im vorliegenden Band zeigt. Daß Marie von Ebner-Eschenbach eine Dichterin mit erstaunlichem Beobachtungsvermögen und hohem Kunstverstand war, offenbaren nicht nur die meisterhaften Detailzeichnungen ihrer Erzählungen, sondern zugleich ihre Aphorismen, die der großen österreichischen Tradition von Karl Kraus, Franz Kafka und Robert Musil vorangehen und zugleich vollkommen eigenständige »letzte Ringe langer Gedankenketten« sind.
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Biblioteka Austriacka
There are copies available to loan: sygn. A 819 (1 egz.)
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