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Book
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Gesammelte Werke. Bd.12: Der ewige Spießer / Ödön von Horvath. - Erste Aufl. 1987. - Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1987. - 437 stron ; 19 cm.
(Suhrkamp Taschenbuch ; 1062)
Horvaths Roman "Der ewige Spießer" steckt voller Ironie. Schon der Untertitel "Erbaulicher Roman" bezeichnet dieses Werk im höchsten Grade unzutreffend. Es handelt sich um keinen Bildungsroman im klassischen Sinne. Der ewige Spießer ist in diesem Punkt eher vergleichbar mit Handkes Der kurze Brief zum langen Abschied. Der Protagonist Kobler kehrt am Ende seiner Bildungsreise ebenso charakterlos zurück, wie er anfangs erscheint. "Der Spießer ist bekanntlich ein hypochondrischer Egoist, und so trachtet er danach, sich überall feige anzupassen und jede neue Formulierung der Idee zu verfälschen, indem er sie sich aneignet." Aufgrund des berechnenden Vorhabens eine reiche Dame für eine finanziell abgesicherte Zukunft kennenzulernen , reist Kobler 1929 zur Weltausstellung nach Barcelona. Die drei Teile des Romans sind nur lose miteinander verbunden. Skizzen- und schemenhaft miteinander verknüpft erscheinen auch die Geschichten und Einzelbeobachtungen. Dennoch ist der Gesamteindruck ein einheitlicher. Thematisiert werden die Zeitumstände, der Erste Weltkrieg und seine Folgen Inflation und Massenarbeitslosigkeit. Dieses Werk ist Teil der häufig unterschätzten und als unpolitisch angesehenen Literatur in Österreich von 1918 bis 1938 und widerspricht all diesen Klischees. Allgemein ein sehr empfehlenswertes Buch das die Thematik des vereinten Europas und das fehlende Bewußtsein gegenüber der politisch-gesellschaftlichen Situation mit Ironie aufgreift.
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Availability:
Biblioteka Austriacka
There are copies available to loan: sygn. 830(436)-3, 23703 mg (2 egz.)
Notes:
Tyt. utworu : Der: ewige Spießer.
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