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(Studien zur Geschichte der österreichisch - ungarischen Monarchie ; Bd. 23)
Im Jahre 1867 trat mit der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung ein völlig neues Element in das politische Geschehen ein, dessen grundlegende Bedeutung den österreichischen Liberalen sogleich bewußt wurde. Die vorliegende Studie untersucht das Verhältnis des liberalen Bürgertums zur frühen österreichischen Arbeiterbewegung und das Engagement einzelner Liberaler in ihr; sie beschreibt die allmähliche Trennung von Liberalismus und Sozialdemokratie, die sich in den Auseinandersetzungen zwischen „Selbsthilflern" und „Staatshilflern", zwischen „Gemäßigten" und „Radikalen" manifestierte, konstatiert aber, daß trotz der nach außen hin raschen Polarisierung zahlreiche liberale Elemente (Bildungsgläubigkeit, Antiklerikalismus, großdeut-sche Einstellung usw.) in die österreichische Arbeiterbewegung eingeflossen sind. Ausführlich werden die in zahlreichen zeitgenössischen Abhand-lungen und in der Tagespresse diskutierten sozialen Vorstellun-gen der österreichischen Liberalen analysiert, die lange Zeit völlig von manchesterliberalen Theorien beherrscht waren, weshalb jede sozialpolitische Initiative des Staates strikt abgelehnt wurde. Im Gegensatz zu den umfassend geführten theoretischen Diskussionen waren daher die parlamentarischen Aktivitäten der Liberalen im sozialpolitischen Bereich sehr spärlich und führten — abgesehen von dem für die Gewerkschaftsbewegung epochalen Koalitionsgesetz des Jahres 1870 — in der liberalen Ära zu keinen gesetzgeberischen Maßnahmen.
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Status dostępności:
Biblioteka Austriacka
Są egzemplarze dostępne do wypożyczenia: sygn. 943.6 "1/1918" (1 egz.)
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