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Reisefieber : Erzählungen / Jutta Schutting. - Salzburg : Residenz Verlag, 1988. - 197 stron ; 21 cm.
Sie tut gut daran, ihre Reiseskizzen ohne Initial beginnen und ohne Schlußpunkt enden zu lassen. Denn Erzählungen sind das nicht, auch wenn der Verlag sie der besseren Verkäuflichkeit wegen so nennt. Die Texte in Jutta Schuttmgs neuestern Buch "Reisefieber" sind allesamt Fragmente, bald ganz schmale, bald etwas breitere Ausschnitte aus der Erfahrung von Unterwegs-Sein, von Ankommen und wieder Abreisen, von Streifzügen durch die Wirklichkeit, die deshalb interessant erscheint, weil sie fremd ist. Die österreichische Autorin Jutta Schutting ist viel herumgekommen, und sie ist eine gute Beobachterin: nicht der sogenannten Sehenswürdigkeiten, wie sie im Reiseführer stehen und Gegenstand der obligaten Sight-Seeing-Tours sind, sondern des Unscheinbaren, Unauffälligen. Oft sind es diese kleinen Dinge, die eine Reise nach irgendwohin einmalig und unvergeßlich machen. Zumindest aber liegt hier Jutta Schuttmgs eigentliche Stärke: im Beschreiben flüchtiger Szenen, im Festhalten von Ängsten und Sehnsüchten, die die Reisende begleiten, auch wenn sie gerade vor ihnen zu flüchten gedachte. Zu einem größeren Erzählgestus jedoch scheinen Kraft und Erfindungsreichtum der Autorin nicht auszureichen. Es ist, als ob ihr der größere Atem fehlte, die Energie, die Fäden einer Geschichte in Händen zu halten und auf eine bestimmte Pointe hin zu lenken. Die Texte des Bandes "Reisefieber" sind ohne Anfang und Ende. Sie tauchen auf und verschwinden wieder wie Bilder, aus dem Fenster eines rasch vorüberfahrenden Zuges gesehen. Das kann seinen Reiz haben; auf die Dauer wirkt es ermüdend und leise langweilig. Von Reiselust und Reisefieber, wie der Titel sie evoziert, ist wenig zu spüren. Eher scheint da em gewisser Zwang zu sein, der die Erzählerin drängt, immer wieder irgendwohin aufzubrechen, in der eitlen Hoffnung, dort vielleicht zu finden, was sie andernorts bislang vergeblich gesucht hat: sich selbst, einen Partner oder eine Partnerin? Vielleicht, ausgesprochen wird es nicht. Eins aber ist sicher: Reisen ist hier nie Selbstzweck und dient auch nicht ausschließlich dem Vergnügen. Reisen hat hier vielmehr mit Erfahrung zu tun und der Suche nach einer wie immer gearteten Daseinsberechtigung. "Und als em kleiner Sinn des Lebens geht dir auf, heißt es im Text über "Santorin", "möglichst vielem von all dem, wogegen auf den ersten Blick enttäuschte Erwartung sprechen will oder em rigoroser Schönheitssinn, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen durch eine seine und deine Existenz für Augenblicke recht-Ifertigende poetische Erfahrung." KLARA OBERMÜLLER
Status dostępności:
Biblioteka Austriacka
Są egzemplarze dostępne do wypożyczenia: sygn. 830-3 A (1 egz.)
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