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»Wer das vorausgesagt hätte, wäre als Phantast bezeichnet worden« - so lautete einer der Standardsätze im Jahr der deutschen Einheit. Und in der Tat: Die dramatische Entwicklung jener Monate schien unvorstellbar und hat alle - Politik, Wirtschaft, Publizistik und Wissenschaft - überrascht. Aber war sie wirklich unvorhersehbar? Gab es wirklich keine Anzeichen für die bevorstehende Krise, aufgrund deren zumindest die Experten auf den spektakulären Kollaps der DDR hätten vorbereitet sein müssen? Der Politikwissenschaftler Jens Hacker zieht eine kritische Bilanz der bundesrepublikanischen Deutschlandpolitik von 1949 bis 1989 und zeigt auf, in welchem Maße nicht nur die politischen Parteien, sondern auch Wissenschaft, Medien und Verbände ein schiefes Bild der DDR-Wirklichkeit gezeichnet und vermittelt haben. Und dies nicht erst seit der neuen Ostpolitik der Regierung Brandt/Scheel nach 1969, sondern schon in den beiden Jahrzehnten zuvor und auch noch nach der »Wende« von 1982. Die entscheidenden gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen hatten sich mit dem territorialen und politischen Status quo in Europa und damit auch mit der Teilung Deutschlands weitgehend abgefunden. Darüber hinaus wurden der politische und ökonomische Zustand der DDR, die dortige Stimmung und der Grad des Freiheitsbewußtseins ihrer Bürger in mitunter eklatanter Weise falsch eingeschätzt. Warum dies so war, untersucht Hacker in dem vorliegenden Buch. Dabei setzt er sich ausführlich mit den Veröffentlichungen und Verlautbarungen von Parteien, Kirchen, verbänden und wissenschaftlichen Institutionen, aber auch mit den Wandlungen im Deutschland-Bild namhafter Politiker wie Franz Josef Strauß, Willy Brandt oder Egon Bahr auseinander.
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