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(Dossier : Die Buchreihe über österreichische Autoren ; 9)
"Identität herrscht nicht." Dieser Satz verdichtet ein Leitmotiv im bisher vorliegenden Werk des Schriftstellers Gerhard Roth zum Flucht-Punkt möglicher Interpretationen. Variantenreich thematisiert der dem Grazer Forum Stadtpark entstammende Autor die Brüchigkeit individueller wie auch kollektiver Identitätskonzepte. Wir kennen das Tableau an Chiffrierungen dieser Schreib-Bewegung, vom Ich-Zerfall über die Fragmentierung von Wahrnehmung und Bewußtsein bis hin zur schreibenden Rekonstruktion neuer Welt- und Selbstbilder. Roths Schreibprojekt verharrt indes nicht auf der Ebene subjektiver Erfahrungsgehalte. In den Archiven des Schweigens oder in seinem politisch pointierten essayistischen Oeuvre umreißt Roth jenes "andere Österreich", was im geschichtsblinden "Reich des Herrn Karl" immer wieder zu heftigen, polarisierten Reaktionen auf Feuilleton- und Leserbriefseiten führt. Dieser DOSSIER-Band versucht ein facettenreiches Gesamtbild des literarischen, filmischen und photographischen Schaffens von Gerhard Roth zu vermitteln. Der Grazer Autor Georg Pichler führte ein Interview mit seinem Kollegen; das Projektteam "Zur internationalen Rezeption der Grazer Gruppe" erstellte eine umfassende und aktuelle Bio-Bibliographie. Abgerundet wird der Band durch einen ausführlichen biographischen Essay und eine Auswahl repräsentativer Kritiken zu den einzelnen Werken. Die Beiträger: Peter Ensberg (Meadville), Peter Laemmle (München), Manfred Mixner (Berlin), Helga Schreckenberger (Vermont), Monika Muskala-Lukosz (Wroclaw), Robert Weichinger (Wien), Uwe Schütte (Norwich), Christian Ehetreiber (Graz) und Marianne Baltl (Wien).
Pliki multimedialne:
Status dostępności:
Biblioteka Austriacka
Są egzemplarze dostępne do wypożyczenia: sygn. A 6294 (1 egz.)
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