340645
Book
In basket
(Reclams Universal-Bibliothek ; 1858)
Annette von Droste-Hülshoff schaffte auf nur wenigen Seiten eine Szenerie der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. In einem abgeschiedenen Dorf B. entwickelt sich der Junge Friedrich zu einem schlecht integrierten "Möchtegern", der nach einer Reihe von kriminellen, nicht aufgeklärten Ereignissen (illegales Holzschlagen, Mord) mit seinem Freund Johannes flieht. Der Mord geschah an einer Buche und das Opfer war ein Mitglied der jüdischen Gemeinde (daher Judenbuche). Nach 28 jahren kehrt einer der Beiden zurück und endet schließlich erhangen an eben diesem Baum. Interessant ist besonders, ob nun der Erhangene Johannes (wie er von den Dorfbewohnern, als er wieder auftauchte, erkannt worden war) oder Friedrich ist. Genau geklärt ist dies meines Erachtens nicht. Spannend zu lesen war die psychologische Aufarbeitung der Entwicklung des Protagonisten Friedrich. Sein Lebensweg und sein daraus entstehender Charakter wird von der Autorin durch widrige Lebensumstände, in denen er aufwuchs, erklärt. Auch das Verhalten der Dorfbewohner und die Behandlung von kriminellen Handlungen wird durch eine ausführliche Schilderung der Umstände des Dorfes und deren Gesellschaft dem Leser verständlich erklärt. Somit ist dies nicht nur eine Geschichte über ein Individuum, das aufgrund aller Umstände gerade diesen Weg einschlagen muss, sondern auch über ein Gesellschaftsbild, das sich selbst gebildet hat
Availability:
Biblioteka Austriacka
There are copies available to loan: sygn. 23069 mg, 23062 mg, 23068 mg, N 14230, 23064 mg, 23066 mg, 23046 mg, 23065 mg, 23059 mg, 23070 mg, 23047 mg, 23063 mg, 23060 mg, 23061 mg, 23071 mg, 23067 mg (16 egz.)
Reviews:
The item has been added to the basket. If you don't know what the basket is for, click here for details.
Do not show it again