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(Universal-Bibliothek ; 7679)
Die Juden, sein zweites Lustspiel, verfasste Gotthold Ephraim Lessing 1749 in Berlin. Darin thematisiert er religiöse Toleranz und Humanität. Heute ist das Lustspiel, das nur noch selten aufgeführt wird, als Vorstufe und komisches Gegenstück zu Nathan der Weise bedeutsam. Der Gutsverwalter (Vogt) Martin Krumm hat seinen Gutsherren, den Baron, mit Hilfe eines Kumpanen überfallen. Beide gaben sich zur Tarnung als Juden aus. Der Überfall wurde allerdings durch das Einschreiten eines Reisenden vereitelt. Das Stück setzt mit einem Gespräch der beiden leer ausgegangenen Täter ein. Krumm formuliert den Plan, sich für den missglückten Überfall an dem Retter, der aus Dankbarkeit des Herren auf dem Gut übernachtet hat, durch das Stehlen seiner Uhr zu revanchieren, entwendet dem Reisenden dann aber seine Tabaksdose. Der Bestohlene bemerkt zunächst nichts und ist gewillt, schnellstmöglich abzureisen, um die Dankbarkeit des Gutsherren nicht weiter unnötig in Anspruch zu nehmen. Auf Bitten des Barons und seiner Tochter hin lässt er sich aber erweichen und bleibt noch einen Tag länger. Die Tochter und der Reisende hegen ein tieferes Interesse füreinander. Der gute Eindruck, den der Reisende macht, ist Anlass für den Vater, seiner Bediensteten Lisette den Auftrag zu erteilen, mehr über Stand, Besitz und Leben des Reisenden in Erfahrung zu bringen. Sie soll zu diesem Zweck dessen Bediensteten Christoph aushorchen. Krumm hat zuvor Lisette mehr oder minder aus Zuneigung das Beutegut, die silberne Tabaksdose, geschenkt. Mit der Aussicht auf den Besitz derselben bringt Lisette Christoph, der seinen Herren erst vor kurzem kennengelernt hat und kaum etwas über ihn weiß, dazu, eine fiktive Geschichte zur Herkunft seines Herrn zu erzählen. Aufgrund der Verwirrung, die daraus resultiert und der verlorengegangenen Tabaksdose, die sich nun im Besitz Christophs befindet, kommt im Verlauf der Ereignisse die Wahrheit über Krumm, den Gutsverwalter, ans Licht. Ein weiteres Mal rettet der Reisende den Gutsherren somit vor Schaden. Aus Dankbarkeit und Wertschätzung befürwortet der Baron die Verbindung zwischen seiner Tochter und dem Reisenden, bis man erfährt, dass der Reisende Jude ist. Das edelmütige Betragen des jüdischen Reisenden hat dazu geführt, dass er bewiesenermaßen darum bitten kann, in Zukunft weniger vorurteilsbelastet über Mitglieder seiner Religionsgemeinschaft zu denken.
Status dostępności:
Biblioteka Austriacka
Są egzemplarze dostępne do wypożyczenia: sygn. 830-2 (1 egz.)
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