340196
Book
CD
In basket
(Meridiane. Aus aller Welt. ; 91)
Mit dem Roman «Grünsee» (1978) ist Christoph Geiser erstmals einer grösseren Öffentlichkeit bekannt geworden. Der Roman setzt ein mit einer Reise nach Zermatt, wo der Ich-Erzähler über eine Typhusepidemie recherchieren will, die das Dorf vor Jahren heimgesucht hat. Aber schon bald recherchiert er über seine eigene Familie und damit in eigener Sache. «Brachland» setzt diese Nachforschungen fort und beschränkt sie nun auf das unmittelbare familiäre Umfeld. Zu seinem 29. Geburtstag erhält der Erzähler erstmals einen Brief von seinem Vater. Dieser lädt ihn ein zu einem Besuch aufs Land, in das Haus, das er nach seiner Pensionierung gekauft hat und nun allein bewohnt, weit ab von der Stadt, in der er als Kinderarzt gearbeitet hat. Der Erzähler folgt der Einladung, die Begegnung misslingt, und damit beginnt eine intensive und sehr subtile Auseinandersetzung mit der grossbürgerlichen Familie, der er entstammt. Zu dieser gehören Vater, Mutter und der jüngere Bruder – und die Bedienstete Judith, welche als Haushälterin das Alltagsleben ermöglicht. Was sich immer deutlicher herausschält, ist die Unfähigkeit der Familie zur Kommunikation. Auf allem lastet die Vergangenheit, die nicht zur Sprache kommen kann und bisweilen nicht von der Gegenwart zu unterscheiden ist. Geiser gelingt es auf sehr unaufdringliche Weise, am Beispiel der zerfallenden Familie gesellschaftliche Zwänge sichtbar zu machen, die weit über das Private wirksam sind. (Martin Zingg)
Availability:
Biblioteka Austriacka
There are copies available to loan: sygn. 830(494)-3 (1 egz.)
Notes:
General note
Enthält "Grünsee" 1978 und "Brachland" 1980.
Reviews:
The item has been added to the basket. If you don't know what the basket is for, click here for details.
Do not show it again