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Książka
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Ein Sportstück / Elfriede Jelinek. - 2. Auflage - Reinbeck bei Hamburg : Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2004. - 187, [1] strona ; 19 cm.
(Rororo ; 22593)
Thema des Stückes ist der Sport, mit all seinen Schattenseiten und negativen Folgeerscheinungen: Gewalt und Massenhysterie. In diesem Stück geht es vor allem um den Sport als eine andere Form von Krieg, Sport als Massenphänomen, und als das „einzig sanktionierte Auftreten von Gewalt“, Sport als „Metapher für Dinge, unter denen sich Gewalt hereinschleicht“, um die Masse, ganz im Sinn von Elias Canetti (Masse und Macht), und ihr Verhältnis zur Macht. Der Sport stellt für die Autorin eine moderne Form des Krieges dar, eine Fortsetzung des Kriegs mit anderen Mitteln. Hinter den Figuren des Stückes stehen teilweise reale Sportlergestalten z. B. der Bodybuilder Andreas Münzer, der unglaubliche Mengen von Anabolika schluckte und daran verstarb, weil er seinem Idol Arnold Schwarzenegger zu sehr nacheifern wollte, doch manchen Interpreten scheint sich auch Jelinek selbst in der Rolle der „Elfi Elektra“ »verewigt« zu haben. Bestimmender dramaturgischer Handlungsträger, der das ganze Stück durchzieht, ist der Theaterchor, der, in Anlehnung an den Chor in der klassischen griechischen Tragödie, in seinen skandierenden Textblöcken die Gefahren des Sports und das Verschwinden des Individuums in der Masse beschwört und anklagt. Die Soldaten treten in Jeans und Baseballmützen auf, und die griechischen Chöre mit Adidas, Reebok oder Nike an den Füßen geben dem Publikum die letzten Sportergebnisse bekannt. In der Sportbekleidung feiert die Uniform ihre letzten Triumphe. Die wenigen Figuren neben den vielen griechischen Chören heißen „Mann“, „Frau“, „Das Opfer“ oder auch als alter ego der Autorin „Elfi Elektra“. Das Stück hebt an mit einem Klagegesang einer Mutter um ihren im Sport umgekommenen Sohn – er wird zu einem Grundthema, das in unterschiedlicher Konstellation den ganzen Text durchzieht: es geht um das Verhältnis der Mutter zum Sohn, der Tochter zum Vater, beides geprägt durch den Tod. Zugespitzt und überhöht wird dieses tragische Eltern-Kinder-Motiv durch die Monologe der Elfi Elektra. Neben diesem Leitmotiv macht Jelinek die Gewalt auch durch gegnerische schreiende Chorgruppen optisch sichtbar. Interessant ist die Regieanweisung zu Beginn des Stücks: „Die Autorin gibt nicht viele Anweisungen, das hat sie inzwischen gelernt. Machen Sie was sie wollen.“ Diese Anweisung ist eine direkte Antwort an den Regisseur Castorf, der in Hamburg „Raststätte oder Sie machen‘s alle“ inszenierte. Er sorgte in dieser Produktion für einen Skandal, indem er eine übergroße Sexpuppe mit Jelineks Gesicht auf die Bühne stellte. Die Puppe sprach nur wirre Worte und konnte nicht gestoppt werden. Jedoch folgen auf obige knappe Regieanweisung dennoch zwei Seiten Anweisungen.
Status dostępności:
Biblioteka Austriacka
Są egzemplarze dostępne do wypożyczenia: sygn. MPA 7767, MPA 7768, MPA 8738, 830(436)-2 (4 egz.)
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