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Die Dramen der großen alten Dame der deutschen Literatur, Ilse Langner, bilden das Kernstück ihres umfangreichen, alle literarischen Gattungen umfassenden Euvres. Auch wenn die Langner nie im Brennpunkt des hektischen Literaturbetriebs stand, verschaffte sich die gebürtige Breslauerin mit ihrem kämpferischen gesellschaftskritischen Engagement in der Männerwelt Gehör. Bereits ihr Bühnendebüt ließ aufhorchen. 1929 wurde in Berlin das noch in der Tradition Gerhart Hauptmanns stehende Antikriegsstück (das erste einer Frau!) »Frau Emma kämpft im Hinterland« uraufgeführt. Der bedeutende Kritiker Alfred Kerr schrieb damals: »Dies bewegende, wirkungsstarke, nützliche, zur Einkehr zwingende Stück einer festen Schlesierin zeigt: was im Krieg die Frauenwelt gelitten - und getan hat. Man spürt eine zupackende Kraft. Sie forcht sich nit. « Die hier vorgelegte Dramenauswahl verfolgt zwei Ziele. Zum einen kommt sie dem Bedürfnis nach, schwer zugängliche oder bislang unveröffentlichte Stücke einer breiteren Leserschaft, nicht zuletzt auch den Dramaturgen und den Regisseuren unserer Theater bekanntzumachen, zum anderen sollen sie als überfälliger Auftakt zu weiteren Dramenbänden gelten. Das Berliner Trümmerstück »Heimkehr« (1949) vergegenwärtigt mit den legendären »Trümmerfrauen« eine heroische Phase deutscher Geschichte. Mit »Mętro« (1950), dem letzten Teil einer Paris-Trilogie, beleuchtet die Dichterin die unterirdischen Bezirke des menschlichen Daseins. Die beiden Stücke »Die Heilige aus USA« (mit Agnes Straub und Brigitte Horney in den Hauptrollen 1931 uraufgeführt im Berliner Max-Reinhardt-Theater) und »Cornelia Kungström« (1955) sind heute so aktuell wie zu ihrer Entstehungszeit. Während das erste am historischen Beispiel der Mary Baker und ihrer »Christlichen Wissenschaft« eindrucksvoll demonstriert, wohin (schein-)religiöser Eifer und Sektentum führen können, setzt sich das zweite mit der humanistischen Verantwortung des Wissenschaftlers auseinander. »Die Puppe« von 1949 entführt in die - für Erwachsene - rätselhafte Vorstellungswelt des Kindes; die Symboldichtung »Der venezianische Spiegel« kreist um die Wirrnisse der Liebe. Zu ihrer Uraufführung 1952 lobte die »Frankfurter Allgemeine«: »Dem Publikum stockte der Atem, und in der Pause wagte kaum jemand zu klatschen.« In »Die Schönste« schließlich sind es die wachen Augen eines Mädchens, die die Leitwerte der »Großen« als Scheinwerte entlarven. Das dramatische Schaffen dieser Schlesierin mit weltüberspannendem Geist umfaßt bis heute 33 Werke. Sie auf einen künstlerischen Nenner zu bringen, scheint unmöglich, ja angesichts der thematischen und formalen Vielfalt unzulässig. Den großen Rahmen ihres Gesamtwerks aber steckte 1969 F. Lennartz ab: »Als Nachfahrin im 20. Jahrhundert steht sie in der Tradition einer Roswitha, Droste, Huch dem Menschen von heute zugewandt, ... soziale Revolutionärin, traditionsverbundene Dichterin mit hellenischem Geist, emanzipierte Weltbürgerin. « (Deutsche Dichter und Schriftsteller unserer Zeit).
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Biblioteka Austriacka
Są egzemplarze dostępne do wypożyczenia: sygn. 830-2 (1 egz.)
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