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Auf was wartest du noch? / Ich sage dir: / Eine Schneeflocke wiegt 0,004 Gramm, / und zu gleichen Teilen fällst du aus allen Wolken.« Nach seinem vielbeachteten Erstling Ich habe die Welt berührt, legt der junge Schweizer Dichter Jürg Halter mit Nichts, das mich hält einen überraschenden zweiten Gedichtband nach. Die neuen Gedichte zeichnen sich durch einen melancholisch-leichten Ton aus und handeln u. a. von der Vergänglichkeit oder der Abwesenheit der Liebe: »Nach meinem Tod wünsche ich / wie hartes Brot / in einer Schwarz tragenden Familie / herumgereicht und / in unverblühter Erinnerung an dich / gebrochen zu werden.« In Halters zeitlos gegenwärtigen Gedichten fragt sich ein zweifelndes Ich: »Doch, sag mir, Spieglein an der Wand: Wie lange noch / willst du mich eigentlich beweisen?« Spielerisch greift Halter die großen Themen auf und besetzt sie durch ungewohnte Wendungen und Brüche neu. Manchmal werden gar Naturgesetzte außer Kraft gesetzt: »Stell dir vor, der Stein, den du in der Hand hältst, / hält dich.« Mit seiner bestechend anschaulichen Sprache beweist Jürg Halter nicht zuletzt, daß sich weit jenseits des Lyrikzentrums Berlin eine Stimme erhoben hat, der es zuzuhören lohnt.
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Biblioteka Austriacka
There are copies available to loan: sygn. 830-1 CH (1 egz.)
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