338105
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(Filologia Germańska / Uniwersytet im. Adama Mickiewicza w Poznaniu, ISSN 0554-8152 ; nr 55.)
Botho Strauß und Peter Handke standen in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts im Zentrum wichtiger medialer Debatten. Strauß stellte mit seinem Essay Anschwellender Bocksgesang (Der Spiegel, 1993) den bisherigen ideellen Konsens der alten Bundesrepublik und das Leitbild des linksliberalen Intellektuellen in Frage. Handke erhob Einspruch gegen die in der westeuropäischen Öffentlichkeit dominie-rende Verurteilung der Serben als der einzigen Schuldigen im Balkan-Konflikt und forderte Gerechtigkeit für Serbien (Süddeutsche Zeitung, 1996). Beide Wortmeldungen wurden als Verstoß gegen die Political Correctness rezipiert und von vielen Intellektuellen abgelehnt. Dennoch wurden Stimmen laut, die sich für beide Autoren eingesetzt haben. Was für die einen ein Skandal war, war für die anderen eine Erscheinungs-form gesellschaftspolitischen Engagements. Das Wesen des Streits beruht auf der Schwierigkeit, die Essays einem einzigen System zuzuordnen: Texte mit einer eindeutig politischen Botschaft sollten sich als ästhetische, poetologische Manifeste legitimieren, wurden aber durch das Medium der Zeitung vermittelt. Das Thema lässt sich besonders gut aus der Perspektive der Systemtheorie in derAuffassung des Soziologen Niklas Luhmann beleuchten.
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Availability:
Biblioteka Austriacka
There are copies available to loan: sygn. 830(091) A/Z (1 egz.)
Notes:
Bibliography, etc. note
Bibliogr. s. 308-329.
Funding information note
Współfinansowanie: Uniwersytet im. Adama Mickiewicza (Poznań). Rektor ; Uniwersytet im. Adama Mickiewicza (Poznań). Wydział Neofilologii.
Language note
Streszcz. ang., pol.
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