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Die machtpolitische Zweiteilung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg hat getrennte geschichtliche Erfahrungen und Erinnerungskulturen hervorgebracht. Mit der „Wiedervereinigung“ von Ost und West und der Integration mitteleuropäischer Staaten (Polen, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn) in die Europäische Union ist zwar der internationale Austausch sowohl in wirtschaftlicher als auch in kultureller Hinsicht wieder möglich geworden, doch die bloße Tatsache der Integration bietet noch keine Grundlage für ein „gemeinsames“ Erinnern. Acht Jahre nach dem EU-Beitritt der genannten Länder drängt sich also die Frage auf, wie man mit den heterogenen Erinnerungskulturen und den „Erinnerungskonflikten“ im (mittel-)europäischen Raum umgehen soll, dass sie sich auf einander beziehen, von einander lernen, aber ohne ihre unterschiedlichen Zugänge einzuebnen. Komplizierter wird die Konstellation auch noch durch die Tatsache, dass innerhalb all dieser Staaten einander entgegengesetzte Geschichtsbilder miteinander konkurrieren. Literatur und Film spielen in diesem Ringen um kulturelle Hegemonie des Erinnerungsprozesses eine unerlässliche Rolle, indem sie herrschende historische Narrative und politische Deutungsmuster nicht nur problematisieren, sondern auch unterwandern und in Frage stellen. In diesem Sinne untersucht der Band einerseits diverse lieux de mémoire und Erinnerungskulturen in (Mittel-)Europa, andererseits fragt er nach der Art und Weise der literarischen und filmischen Darstellung dieser Erinnerungen. Unter lieux de mémoire werden hier vor allem historische Schlüsselereignisse aus der europäischen Geschichte – wie z. B. der Zweite Weltkrieg (1939–1945), der Holocaust, die Volksaufstände in manchen „Ostblock“-Ländern im Jahre 1956 und die Ereignisse um 1968 (StudentInnen-Bewegung, „Prager Frühling“ …) – verstanden, die für alle mitteleuropäischen Länder prägend sind. Obwohl diese historischen Ereignisse unter den jeweiligen nationalen Bedingungen als auch innerhalb der jeweils eigenen „nationalen“ Literatur und Kultur immer unterschiedlich erinnert werden, stellen vielleicht die in den literarischen Werken eingezeichneten Diskurse einen transkulturellen Rahmen dar. Die Beiträge des Bandes beleuchten diesen transkulturellen Rahmen, indem sie historische Erfahrungen der jeweiligen Länder miteinander in Beziehung setzen und vergleichen. Darüber hinaus fragen sie nach dem Umgang mit diesen unterschiedlichen, oft miteinander konkurrierenden Erinnerungen.
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