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(Reclams Universal-Bibliothek ; 9737)
Würde man in Deutschland eine Umfrage nach den bekanntesten Dichtern der Nation machen, Hans Sachs würde schwerlich darin auftauchen. Während Goethe überall bekannt ist, ist der große deutsche Dichter des Mittelalters zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht vor allem wegen seiner Volkstümlichkeit und seiner gewaltigen thematischen Bandbreite. Wie kein anderer Dichter seiner Zeit verband er geistliche und säkulare Themen und scheute sich auch nicht, sich ins politische Tagesgeschäft einzumischen, das damals immer auch kirchlich geprägt war. Die Wittenbergische Nachtigall ist ein Spruchgedicht in endlosen Paarreimen, die gewisslich rumpeln und scheppern, als wären sie von einem Bauern geschrieben, teils plump, teils humoristisch derb. Es ist eine Streitschrift für Martin Luther als den Zeugen des wahren Evangeliums und dessen Sieg über seine Feinde, vor allem den ketzerischen Papst Leo und dessen Gefolgschaft. Eine solch rigide Kritik am Papsttum, wie sie Hans Sachs hier übt, war im Mittelalter der Kirchendiktatur alles andere als ungefährlich und hat ihn später eine Zeit lang auch die Gunst der Stadt Nürnberg gekostet. Gerade das aber macht die Bedeutung dieses Werkes aus: es bezieht in volkstümlicher Sprache eindeutig Stellung für eine Sache, die sich im Nachhinein wohl doch als die Gute herausgestellt hat, es löckt wider den Stachel und es schaut dem Volk aufs Maul. Von dieser Sorte Dichter sind auch heute nicht allzu viele zu finden.
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Biblioteka Austriacka
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