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(Reclams Universal-Bibliothek (seria) ; 1305)
Kleists Drama "Penthesilea", obwohl im Dunstkreis des Trojanischen Krieges angesiedelt, kommt doch so völlig unklassisch daher, dass nicht nur Kleists Zeitgenosse Goethe sich vor den Kopf gestoßen fühlte. Der Krieg zwischen Griechen und Trojanern ist in vollem Gange, als sich plötzlich die Amazonen, ein Volk von reitenden, Bogen schießenden Frauen, in die Auseinandersetzung einmischt. Sie kämpfen nicht, um zu töten, sondern um männliche Gefangene zu machen, die ihnen bei der Fortpflanzung helfen sollen. An der Spitze der Amazonen: Königin Penthesilea. Sie hat es besonders auf den prächtigen Achilles abgesehen. Sie liebt ihn. Er liebt sie. Und dennoch können sie nicht zueinander kommen. Das Gesetz der Amazonen schreibt Penthesilea vor, dass sie den Liebsten erst im Kampf überwinden muss, bevor sie ihm auch ihre zärtliche Seite offenbaren darf. Doch leider ist es Achilles, der sie besiegt. So nimmt das Unglück seinen Lauf. Am Ende des Dramas zeigt Kleist drastisch, was passieren kann, wenn eine Frau ihren Liebsten "zum Fressen gern" hat. Liebe und Gewalt: Dass man sie verwechseln kann und dabei den Verstand verliert, konnten Kleists Zeitgenossen nicht begreifen. Heutige, psychologisch gebildete Leser sehen das sicher ganz anders.
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Biblioteka Austriacka
There are copies available to loan: sygn. 23880 mg (1 egz.)
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