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Book
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(Suhrkamp Taschenbuch ; 476)
In seiner Anthologie versammelt Hans Magnus Enzensberger Gedichte von insgesamt 96 Autoren aus mehr als 20 Ländern und nahezu allen bedeutenden Sprachräumen. Fremdsprachige Texte werden durchweg im Original und in deutscher Übersetzung wiedergegeben. Zu Beginn des Vorworts rechtfertigt Hans Magnus Enzensberger die Einrichtung seines Museums der modernen Poesie unter Hinweis auf die Geschichtlichkeit der Moderne. Er argumentiert, die Moderne sei mittlerweile selbst zu einer Epoche unter anderen geworden. Sie habe sich überlebt, da ihre sprengende und befreiende Kraft gegen das Bestehende umgeschlagen sei in "kunstgewerbliche Imitation" (9). Man könne der Moderne daher nur mehr gerecht werden, wenn man sie als Geschichtliche vorzeige und für die Arbeit kommender Generationen fruchtbar mache und eben diesem Zweck solle sein Museum dienen: "Das Museum ist eine Einrichtung, deren Sinn sich verdunkelt hat. Es gilt gemeinhin als Sehenswürdigkeit, nicht als Arbeitsplatz. Richtiger wäre es, das Museum als Annex zum Atelier zu denken; denn es soll Vergangenes nicht mumifizieren, sondern verwendbar machen, dem Zugriff der Kritik nicht entziehen, sondern aussetzen. So verhält sich das literarische Museum zum Schreibtisch der gegenwärtigen produktiven Arbeit wie das Mittel zum Zweck."
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Biblioteka Austriacka
There are copies available to loan: sygn. 23124 mg (1 egz.)
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